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Freitag, 26. April 2013

Leoparden, Teil 1


Leopardin nach erfolgreicher Jagd mit Beute (einem Impala) im Samburu Nationalreservat in Zentral-Kenia
Je nach Safari-Region gibt es naturgemäß unterschiedliche Hauptattraktionen und „Trophäen“, also Tiere, die bei den Safari-Gästen besonders gefragt sind.

Bei einer Ausfahrt im Yala NP blickte ich
 um mich, während meine Begleiter ihre
 allerersten Sika-Hirsche auf der rechten
 Seite des Jeeps fotografierten.
Plötzlich schauten mich links aus weniger
als 4 Meter Entfernung
 zwei gelbe Augen funkelnd an ...
Den wichtigsten Nationalparks und Schutzgebieten in Afrika (und meist auch in Asien, siehe nebenstehendes Bild aus dem Yala Nationalpark auf Sri Lanka) ist jedoch eines gemeinsam : es gibt praktisch immer Leoparden (Panthera pardus), und jede Sichtung oder gar ausgiebige Beobachtung dieser eleganten Großkatze ist immer ein besonderes Highlight.





Ich kann mich noch gut an mein allererste Sichtung eines wildlebenden Leoparden erinnern: Es war während meiner allerersten Safari in Kenia, damals mit einer vom Pauschalreise-Veranstalter zufällig zusammen gewürfelten Kleingruppe in einem Minibus.

Wir waren am frühen Nachmittag im Nakuru Nationalpark angekommen. Unser Fahrer fuhr mit uns buchstäblich kreuz und quer, mal auf der Pirsch, mal einer Meldung von einer Tiersichtung folgend, die einer seiner Kollegen per Funk durchgegeben hatte. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit bat er uns plötzlich uns gut festzuhalten und gab richtig Gas ... 

(Angesichts der oft schlechten Pisten in den Parks und der nicht zu unterschätzenden Unfallgefahr mit dem sehr zahlreichen Wild liegt normalerweise die Höchstgeschwindigkeit selten höher als 40km/h. Denn ein Zusammenstoss mit einem Rhinozeros, aber auch schon mit einer größeren Gazelle endet oft mit erheblichem Schaden an Tier und Fahrzeug und seinen Insassen.)

Wie ich später lernen sollte, ist plötzliches Rasen der Safari-Fahrer ein fast untrügliches Zeichen, dass eine besondere Beobachtung gemacht wurde. Auch wenn die Fahrer meist nichts sagen (man weiß ja nie, ob bei der Ankunft noch etwas zu sehen ist und will den Gästen natürlich auch nicht zuviel versprechen), der Leopard gehört dann immer zum Kreis der „üblichen Verdächtigen“.

Wo ist der Leopard ...?
So war es auch in diesem Fall. Mit meiner damaligen Kamera (noch analog und ohne ausreichenden Zoom, von der Lichtstärke ganz zu schweigen) wurde das Bild vom Leoparden nichts, aber ich erinnere mich noch sehr genau an zwei Dinge : die enorme Anzahl an Fahrzeugen, die innerhalb kürzester Zeit aus allen Himmelsrichtungen am Beobachtungsort auftauchte (siehe Foto), und an die geradezu unbeteiligte Miene, mit welcher der halb hinter dem Stamm verdeckt und faul auf einem Ast liegende Leopard das Spektakel betrachtete.

Bis er nach einigen Minuten offenbar genug davon hatte und wie ein Geist in der zunehmenden Dunkelheit im Busch verschwand und schon Bruchteile von Sekunden später keine Spur seiner Anwesenheit hinterliess ausser zahlreichen aufgeregt diskutierende Safari-Gästen ...

Ein Bild meines ersten Leoparden in freier Wildbahn habe ich also nicht. Auch die zweite Sichtung einige Tage später im Massai Mara Nationalreservat war mehr vom Typ „Da ... wo? ... na, da hinten ... ja, ich hab' ihn auch gesehen … hab' ich wirklich ?… naja, ich glaube schon … da war so etwas geflecktes zwischen den Zweigen … “.

Seitdem hatte ich allerdings schon oft das Glück in Afrika und auch in Indien und Sri Lanka freilebende Leoparden auch aus nächster Nähe und mit mehr Muße beobachten zu dürfen. Wie schon angedeutet, es ist immer wieder ein großer Moment, selbst wenn die gefleckte Katze manchmal nur kurz auf- und oft genauso schnell wieder abtaucht.

Das Bild zeigt dieselbe Leopardin aus dem Yala NP wie das Bild weiter oben. Sie fand übrigens die
Sika-Hirsche auf der anderen Seite unseres Jeeps mindestens genauso "spannend" wie meine Begleiter ...
 






Von einigen der schönsten, beeindruckendsten oder auch ungewöhnlichsten Leoparden-Beobachtungen soll der nächste Beitrag handeln ...

Sonntag, 27. Januar 2013

Von der Großwildjagd zur Fotosafari

Herzlich willkommen auf meinem Blog, in dem ich ein wenig meine Leidenschaft teilen will:
die (Foto-)Safari


Wie den meisten sicher schon bekannt ist, stammt das Wort „Safari“ aus der ostafrikanischen Sprache „Kisuaheli“ oder „Swahili“, wobei „ki-suaheli“ einfach „Sprache der Suaheli“ bedeutet.
Ursprünglich meint Safari einfach eine “Reise“ jeglicher Art.*

Im Massai-Mara Nationalreservat in Kenia ist man oft
"mittendrin statt nur dabei"

In der Kolonialzeit wurde der Begriff zunächst im Englischen und nach und nach auch in anderen Sprachen zum Synonym für meist exklusive (Großwild-) Jagdreisen in Ostafrika. Mit der Zeit dehnte sich der Begriff zunächst auf andere Teile Afrikas, Indien und andere Teile der Welt aus. Einst ein sehr kostspieliges Privileg wohlhabender Jäger wandelte sich der Begriff weiter.

Im heutigen Verständnis beschriebt man mit "Safari" an vielen Orten der Erde meist eine sehr viel „demokratischere“ Form des Tourismus, bei der in aller Regel Wildbeobachtung und -fotografie im Vordergrund stehen.

In den meisten afrikanischen Ländern mit einem regulären Safari-Angebot ist heute die Großwildjagd sogar auf Privatgrund stark eingeschränkt oder sogar verboten und unter strenge Strafen gestellt. Das Motto für Safari-Ausfahrten lautet heute meistens : „Hinterlasse nichts als Fussabdrücke, nimm nichts mit ausser Fotos" (... und natürlich Erinnerungen und Emotionen).

Die mittlerweile sehr diversifizierte Safari-Industrie mit Angeboten für (fast) jeden Geldbeutel ist heute für manche Länder des südlichen und östlichen Afrikas mittlerweile eine der wichtigsten Einkommensquellen.

Die Samburu-Lodge im gleichnamigen Nationalreservat
 in Kenia bietet einen hotelähnlichen Standard



Da finden sich von der Flugsafari, bei der die Gäste mit kleinen Flugzeugen auf private Landepisten exklusiver Lodges mitten im „Busch“ eingeflogen werden bis hin zur Zeltsafari im Overland-Bus. es gibt eingezäunte hotelähnliche Anlagen mit allem Komfort als auch einfache Zeltplätze ohne jede Umzäunung, in der (vor allem Nachts) auch schon einmal Elefanten, Löwen und andere Gäste einen "Kontroll-"Besuch abstatten.


Meine bevorzugte Variante : "authentisches Afrika" im Zelt
ohne Zäune (z.B.: Meeting Pot Bush Camp, Massai Mara, Kenia)



Und natürlich sind die Angebote sehr variabel in ihrer Qualität, wobei „teurer“ nicht auch immer „besser“ sein muss. Sowohl was die Dauer, als auch was das Angebot und den Komfort angeht sollte sich jeder an einer Safari Interessierte zunächst über seine Ziele und Erwartungen (und sein Budget) klar werden, um dann die für sie oder ihn beste Kombination auswählen zu können.



Typische Minibus-Safari in Kenias Amboseli-Nationalpark



Seit meiner ersten Safari im Jahre 2004, als ich ein Pauschalangebot „Strand + Safari“ in Kenia gebucht hatte und in einer Gruppe mit dem Minibus unterwegs war, hat mich das Safari-Fieber gepackt.


Daher fahre ich sooft ich es mir zeitlich und finanziell leisten auf Safari, wobei ich inzwischen ab und an auch gerne in andere Gefilde fliege, um die dortige Tierwelt zu beobachten und abzulichten : Zuletzt war ich beispielsweise in Sri-Lanka, Indien, Brasilien (das Pantanal ist ein Traum !), Argentinien und Chile.


Nach einer einführenden Ausbildung mit Zertifikat durch die "Field Guide Association of South Africa" (FGASA) biete ich zudem auch die Reisebegleitung von Safari-Gruppen mit dem Schwerpunkt Fotografie an … bei Fragen und Interesse also einfach einmal kurz melden. Ich bin sicher, dass für jeden etwas dabei ist.


* es gibt viel Quellen, die hier zitiert werden könnten. Der Einfachheit halber habe ich mich an dem Text aus wikipedia orientiert (http://de.wikipedia.org/wiki/Safari).