Montag, 25. März 2013

Die „Große Tierwanderung“ (Teil 3)



Der vielleicht spektakulärste Teil der Wanderungsbewegung sind die berühmten Flußquerungen, welche insbesondere bei den beiden größten Flüsse Grumeti und Mara besonders spektakulär sind.

Diese im Englischen "Crossings" genannten Querungen finden in aller Regel an einigen wenigen traditionellen Stellen statt, an denen der Zugang zum Fluß für die Gnus wegen der flachen Ufer vergleichsweise leicht und der Wasserstand relativ niedrig ist.

Dicht gedrängt und unschlüssig stehen die Gnus am Ufer des Mara und warten ...



Im Massai Mara Nationalreservat sind die Gnus typischerweise in den Monaten Juli bis September zu finden. In dieser Zeit sind daher Flußquerungen zu erwarten, wobei die möglichen Schwankungen der  Regen- und Trockenperioden Ursache für gewisse Schwankungen im Jahresablauf darstellen können.


Eine gemischte Herde weidender Gnus und Zebras im
Massai Mara Nationalreservat.



Während der Hauptperiode finden sich praktisch täglich größere oder kleinere Gnu- und Zebra-Herden von oft mehreren (zehn-)tausend Tieren an den Übergangsstellen ein.

Eine Gnu-Herde stürmt auf eine der traditionellen
Querungsstellen des Mara-Flusses zu 


Der aufgewirbelte Staub und der Lärm kündigt die Ankunft der Herde
schon von weitem an.



Dennoch ist nie sicher, ob diese Herde auch tatsächlich den Fluß im Laufe des Tages überquert ...

In Ufernähe kommt der gewaltige Strom der Gnus und Zebras meist
zu einem abrupten Stopp.


Unschlüssig stehen die Tiere in Ufernähe und starren auf den braunen Fluß...
Im Gegenteil, für die wartenden Beobachter, die sich hauptsächlich aus (Foto-)Touristen zusammensetzt, kann der Tag schon einmal  s e h r    l   a   n   g   werden, während die Tiere sich dem Wasser immer wieder vorsichtig nähern, eventuell einen Schluck trinken, sich dann wieder entfernen und so weiter und so weiter ...


Manchmal verteilen die Herden sich sogar wieder auf den nahe liegenden Ebenen und nichts scheint vorwärts zu gehen.

Die Gnu-herde hat sich wieder vom Fluß weg in die Ebene bewegt.
Die dichten Galeriewälder zeigen an, wo der Mara-Fluß fließt.
Die Bäume am Horizont sind bereits am anderen Ufer.

Oft kann die kleinste Bewegung im Wasser, z.B. durch ein auftauchendes Nilpferd, die ganze Herde in Angst und Schrecken und zur schlagartigen Flucht verleiten.





Bis …

(Fortsetzung folgt)

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